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#MeatMythMonday – Fleisch und Innereien in Milch einlegen

Viele schwören darauf, ihr Fleisch in Milch, Buttermilch oder Sahne einzulegen. Bei dieser Praxis spielen sogar mehrere Mythen eine Rolle. Wir entkräften sie heute der Reihe nach.

Milch entzieht Bitterstoffe

Bevor Kühlketten eine Rolle spielten und in jeder Reifekammer perfekte Temperaturen herrschten, musste man sich bei der Reifung von Fleisch anders als mit Kälte zu helfen wissen. Beim natürlichen Zersetzungsprozess entstehen starke Gerüche, die natürlich auch beim Verzehr den Genussmoment trübten. Das spielte vor allem bei Wildfleisch eine Rolle, bei dem der Hautgout (französisch für „hoher Geschmack“) als Reifungsgeschmack durchaus erwünscht ist, solange er nicht beißend scharf wird.

Wenn man das Fleisch in Essig einlegte, konnte man diesen Gerüchen entgegenwirken, allerdings wurde der Geschmack stark vom Essig beeinflusst. Das Einlegen in Milch oder Buttermilch war eine willkommene Alternative.

Heute setzt man bei der Reifung auf kontrollierte Prozesse, auch deshalb, weil man weiß, dass Milch keine Bitterstoffe entzieht, sondern lediglich dabei hilft, Gerüche und Geschmäcker zu neutralisieren und zu überlagern.

Milch macht Leber zart

Leber wird heute als Delikatesse verkauft und muss vollkommen anderen Qualitätskriterien entsprechen, als das, was vor 50 Jahren auf den Tellern unserer Eltern und Großeltern landete. So wurde auch die Leber von alten Tieren zubereitet. Diese war fast ausnahmslos zäh wie Schuhleder. Der Gedanke war, dass Milch ein Auflösen der Muskelfaserstruktur auslöst. Natürlich entstehende Milchsäure löst ja auch in der Reifung einen ähnlichen Prozess aus. Allerdings weiß man heute, dass das Einlegen in Milchsäure nur das Fleisch auslaugt. Es wird dadurch zwar zart, aber auch trocken.

Fleisch schmeckt metallisch

Der bittere Beigeschmack, der viele Leute vom Verzehr von Leber abhält, stammt vom Eisen, dessen Konzentration in der Leber besonders hoch ist. Es ist jedoch auch in Muskelfleisch enthalten. Wissenschaftlich ist man sich nicht ganz einig darüber warum, aber intramuskuläres Fett (=Marmorierung) wirkt dem Eisengeschmack entgegen. Je magerer also ein Stück Fleisch ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nach Leber schmeckt. Besonders anfällig sind daher Kalbsfleisch und das Fleisch von Jungstieren, das von Natur aus fast kein Fett enthält.

Fazit

Wild wird heute nicht mehr ohne Kühlkammer gereift. Leber muss man bei den heutigen Qualitätsstandards nicht mehr auslaugen, um sie zart zu machen. Und wer nicht möchte, dass sein Stück Rindfleisch metallisch schmeckt, der greift am besten gleich zu Teilstücken mit intensiver Marmorierung. Dies ist übrigens auch bei unserer SELECTION der Fall.

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